Das große YAKMANDU Wissen

Lust auf einen Blick hinter die Kulissen von YAKMANDU?​

Taucht mit uns ein in ein buntes Wissen rund um Schals, Herstellungsweisen und Materialien. 

Doch bevor wir ins Allgemeinwissen einsteigen, möchten wir euch zeigen, wie und wo YAKMANDU in Nepal produziert - ein kleiner Einblick in unsere Manufaktur bei Women's Skill Development Organization - die älteste Fair Trade Produktion Nepals.

 

EINE REISE ZUM URSPRUNG DES SCHALS

Heutzutage ist der Schal ein fester Bestandteil unseres Kleiderschranks.

Egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich, moderner Städter oder rastloser Weltenbummler – Der Schal begleitet uns alle fast täglich.

 Doch wie ist der Schal zu dem geworden, was er heute ist?

Ein historischer Rückblick bringt uns zu den Wurzeln und Ursprüngen des Schals und zeigt uns, welchen Wandel unser Lieblingsaccessoire durchmachte.

WORTHERKUNFT DES SCHALS

Das Wort Schal stammt ursprünglich aus dem indo-persischem Wort ”Shal” und beschreibt ein schmales, langes, rechteckiges Kleidungsstück, das um Hals getragen oder um den Kopf geschlungen wird.

DIE ERSTEN SCHALS AUS DER KASCHMIR REGION

Kashmirregion, Ursprung des Schals

Seinen Ursprung hat der Schal in der asiatischen Kaschmir Region. Dort wurde er aus der Wolle der Kaschmirziege gewonnen. Bereits im 15. Jahrhundert wurden dort die ersten Schals aus der Wolle der tibetanischer Kaschmirziegen gewebt. Damals wurde der Schal, welcher als quadratisches oder rechteckiges Tuch gewebt ist, üblicherweise über Kopf und Schulter getragen.

VON ASIEN NACH EUROPA IM 18. JAHRHUNDERT

Nach Europa kam der Schal erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Die Engländer brachten ihn zu dieser Zeit aus Asien mit. In Frankreich angekommen, wurde der quadratische oder rechteckige feine Schal dann zu einem modischen Must-Have, das man sich mit einigen tausend Francs bezahlen ließ. Der Schal entwickelte sich so schnell zu einem exquisiten und teuren Accessoire. Zu dieser Zeit wurde er auch vor allem wegen seines praktischen Nutzens als wärmendes Kleidungsstück getragen. Ab dem 19. Jahrhundert verlor er allerdings etwas an Popularität, da ihm die Verbreitung des Mantels zu dieser Zeit Konkurrenz machte.  

EINZUG IN DIE HAUSHALTE IM 20. JAHRHUNDERT

 Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Schal dann aber mehr und mehr zu einem Mainstream-Accessoire. Er verlor etwas Exklusivität, wodurch sein Einzug in die Haushalte nicht mehr aufzuhalten war. Frauen begannen, den Schal in ihren Alltag zu integrierten und diesen stets mit sich zu tragen. Der Schal wandte sich dementsprechend ab vom exklusiven Accessoire hin zum modischen Alltagsallrounder.

 

 

DER SCHAL UND RELIGION

Der Schal hat in vielen Religionen einen wichtigen Stellenwert. Er hilft den Menschen weltweit dabei, ihre Religion auszuüben und sich ganz auf diese einzulassen. Dabei ist die Bedeutung des Schals von Religion zu Religion unterschiedlich, wobei der symbolische Wert bei allen Religionen sehr stark ausgeprägt ist.

DER KATHA: EIN TIBETANISCHES SYMBOL REINEN HERZENS

Der Katha ist ein traditioneller Begrüßungsschal, der in Tibet meist aus weißer Seide als Symbol des reinen Herzens des Überreichenden und in der Mongolei in hellem Blau angefertigt wird. Er steht für Glück, Mitgefühl und Wohlwollen. Khatas werden oft aus dem Grund überreicht, um den Beginn einer Begegnung eine positive Note zu geben. Katha steht für ein Vorgehen oder eine Bitte frei von negativen Motiven oder Gedanken. Die tibetanischen Schals werden oft anlässlich von Geburten, Abschieden, Abschlüssen, Hochzeiten und Beerdigungen überreicht. 

 

DER TALLIT: EIN GEBETSBEGLEITER IM JUDENTUM

Der Tallit spielt eine sehr wichtige Rolle im Jüdischen. Man bezeichnet ihn als Gebetsschal oder Gebetsmantel. Er ist mit Schaufäden versehen und wird daher bei Abendgottesdienst nicht getragen. Für den Tag gilt das Gebot, dass Kleidungsstücke, die nicht vier oder mehr Ecken haben, keine Schaufäden brauchen. Allgemein erinnert der Tallit die Juden daran, die Gesetze Gottes einzuhalten und er wird grundsätzlich nur von Männern zu allen Morgenandachten der Woche, sowie am Sabbat und den Festtagen getragen. Dies basiert auf der talmudischen Regel, welche die Frauen von der Einhaltung jener Vorschriften befreit, die tagsüber befolgt werden müssen.

 

BURKA, HIDSCHAB, NIKAB UND TADOR: SYMBOLE IM ISLAM

Der Hidschab ist die bekannteste und verbreitetste Form der Verschleierung der Frau im Islam. Umgangssprachlich wird der Hidschab auch einfach Kopftuch genannt und verdeckt im Gegensatz zu anderen Verschleierungsformen nicht das Gesicht. Der Hidschab soll die Frau nicht einsperren oder deren Schönheit verhindern, sondern die Frau zu ihrer Vollkommenheit und einer geachteten Stellung führen. Der Hidschab ist dementsprechend eine Art Schutz, der die Frau vor der Reduzierung nur auf ihre Äußerlichkeiten bewahren soll. Sobald die Frau ihren Hidschab abnimmt, offenbart sie dadurch ihre Schönheit und macht das Geheimgehaltene sichtbar.

hidschab

Der Tschador ist ein schwarzes Gewand, das den ganzen Körper umhüllt. Dieser wird besonders im Iran getragen und bedeutet in der persischen Sprache „Zelt“. Er ähnelt stark der Burka, bedeckt aber im Gegensatz zu dieser Art der Vollverschleierung nicht die Augen der muslimischen Frau. Der Tschador wird über der normalen Kleidung getragen und hat die Form einen Halbkreises, der aus einem dunklen Stoff besteht. Dieser wird über den Kopf und Rumpf gezogen, so dass der komplette Körper bedeckt ist. Lediglich das Gesicht bleibt unverschleiert.


Die Burka wird vor allem in Afghanistan und Teilen von Pakistan getragen. Diese Form der Verschleierung bedeckt den ganzen Körper, einschließlich dem Gesicht und den Augen. Die Burka ist mit einem Sichtfenster versehen, welches den Frauen erlaubt, durch ein Gitter aus Stoff hindurchzusehen. Somit stellt diese Art der Verschleierung eine Vollverschleierung da, welche auch das Gesicht der Frauen komplett verdeckt.

Der Nikab ist ein Gesichtsschleier, der vor allem in Saudi-Arabien, im Jemen und anderen Teilen der arabischen Halbinsel getragen wird. Muslimische Frauen tragen in meist in Kombination mit einem Tschador. Das dünne Tuch besteht aus Baumwolle, Kunstfaser oder Seide und kann entweder das komplette Gesicht bedecken oder nur einen Teil unterhalb der Augenpartie. Die schlichteste Form des Nikab wird hinter dem Kopf verknotet und bedeckt Gesichtspartien unterhalb der Augen.

 

DER SCHAL HEUTE: EIN MODISCHER ALLROUNDER

 

Heutzutage ist der Schal mehr als nur ein nützliches Kleidungsstück. Der Schal ist zum Statement-Piece geworden, einem modischen Accessoire, welches für viele von uns mittlerweile zu jedem Outfit dazugehört. Das hat er nicht zuletzt seiner Vielfältigkeit zu verdanken. Egal ob bei einem lauen Sommerabend mit Freunden oder einem kühlen Herbsttag, der Schal ist das ganze Jahr teil unserer Garderobe. Er ist einfach unkompliziert zu tragen und ermöglicht es uns, in unseren Outfits farbliche Akzente zu setzten. Ein modischer Allrounder sozusagen.

DER YAKMANDU SCHAL

Die Schals von YAKMANDU tragen eine ganz besondere Geschichte. Die Geschichte erzählt von Hoffnung und Zuversicht. Sie erzählt davon, dass man sich auf einander verlassen kann und dass man, gerade in schwierigen Zeiten, zueinander hält. Als die YAKMANDU Gründerin Ann-Carolin 2015 das kleine Label gründete, wollte sie vor allem eins: den Menschen nach dem Erdbeben in Nepal helfen. Und so kam es, dass sie kurzerhand beschloss, die nepalesischen Schals nach Deutschland zu bringen und den Menschen in Nepal durch deren Verkauf ein regelmäßiges Einkommen zu sichern. Somit sind die Schals von YAKMANDU mehr als ein Accessoire. Sie sind ein Stück nepalesischer Kultur und tragen die Geschichte der Menschen dort. Mit jedem verkauften Schal von YAKMANDU unterstützt du gleichzeitig auch unsere eigens gegründete Hilfsorganisation „Hilfe für Nepal“, der 10% jedes verkauften Produkts bei YAKMANDU zugute kommt. Dieses Geld wird dann in die verschiedensten Entwicklungsprojekte gesteckt, die den Menschen vor Ort eine Zukunftsperspektive sichern.

 

HERKUNFT & HERSTELLUNG

 

 

Social Entrepreneurship

Bei YAKMANDU dreht sich alles um das soziale Unternehmertum, auch "Social Entrepreneurship" genannt.

Wir haben uns klar dazu entscheiden, der blinden Profitgier den Kampf anzusagen und möchten für jeden einen Mehrwert schaffen.

Für unsere Kunden und für die Leute, die unsere Produkte herstellen. Und dabei geht es auch vor allem um eins: Qualität!

 

WAS BEDEUTET SOCIAL ENTREPRENEURSHIP?

Der Begriff Social Entrepreneurship wurde maßgeblich vom Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus geprägt. Laut Yunus erwirtschaftet ein Social Business wie ein herkömmliches Unternehmen Gewinne, jedoch werden diese größtenteils in das Unternehmen reinvestiert und es wird auf spektakuläre Gewinne verzichtet. Die finanziellen Interessen werden also gleichgestellt mit dem sozialen Mehrwert, den man durch sein Unternehmen schaffen möchte. Man kann ein Social Business auch klar von einer reinen Nichtregierungsorganisation, auch NGO genannt, dahingehend abgrenzen, als dass das wirtschaftliche Wachstum immer noch im Fokus steht. Allerdings dient dieses Wachstum nicht dazu, möglichst viel Gewinn auszuzahlen, sondern diesem zum Teil wieder in das Unternehmen zu reinvestieren, um die sozialen Projekte voranzubringen. Ein Social Entrepreneur hat also die Aufgabe, nicht nur das Unternehmen und die Unternehmensstrategie voranzubringen, sondern er ist auch maßgeblich daran beteiligt, sozialen Projekte zu entwickeln und diese nachhaltig zu fördern. Deshalb wird Social Entrepreneurship auch als Unternehmertum der Zukunft bezeichnet. Gerade die Kombination aus Wirtschaftlichkeit und dem Schaffen eines sozialen Mehrwerts kann viele unserer weltweiten Probleme lösen, indem man einfach bereit ist und sich von dem klassischen Profitgedanken löst.

YAKMANDU GOES HYBRID-SOCIAL ENTREPRENEUR

Da wir durch unser Unternehmenskonzept in gewisser Weise von der klassischen Definition einer Social Enterprise abweichen, haben wir uns dazu entschlossen, uns als Hybrid-Social Entrepreneurs zu bezeichnen. Die Idee des Social Entrepreneurships steht damit immer noch klar im Fokus, jedoch interpretieren wir mit unserem Konzept, 10 % jeden Einkaufs zu spenden, die Idee des Social Entrepreneurship neu und schaffen so eine umsetzbare Alternative.

 

HILFE FÜR NEPAL – 10% SPENDEN

Um unserer Aufgabe als Social Entrepreneurs auch gerecht zu werden, haben wir uns bei YAKMANDU ein ganz besonderes Konzept überlegt. Unser Wunsch, die Menschen in Nepal langfristig und nachhaltig zu unterstützen stand dabei von Anfang an im Vordergrund. Als die YAKMANDU Gründerin Ann-Carolin beschloss, ihren Job nach sieben Jahr im Management-Team einer Internet Jobbörse zu kündigen, zog es sie mit einem One-Way Ticket nach Nepal. Dort blieb sie einen Monat lang und meditierte in einem Ashram. Gerade als sie weiter nach Indien wollte, passierte das Jahrhunderterdbeben im April 2015. Um sie herum waren nur Tod und Zerstörung. Ann-Carolin hatte weder ein Dach über dem Kopf, noch hatten sie fließend Wasser oder etwas zu essen. Um den Menschen vor Ort schnellstmöglich zu helfen, entscheid sie sich dafür, in Nepal zu bleiben und gründete 48h nach der Katastrophe die Organisation „Hilfe für Nepal”.

 Die Hilfsorganisation fördert verschiedenste Projekte. Zum einen wird der Wiederaufbau Nepals unterstützt. Hierbei geht es vor allem um den Wiederaufbau von zerstörten Häusern und die Lieferung von Baumaterialien in entlegene Gegenden. Dabei steht auch das Anlernen der Dorfbewohner im Vordergrund, so dass diese zukünftig die Aufgaben selbstständig übernehmen können. Außerdem werden Lebensmitteltransporteunterstützt, die die Bewohner auch in entlegenen Gebieten mit Nahrung versorgt. Ein ganz wichtiger Eckpfeiler ist auch die Investition in Bildung. Hilfe für Nepal unterstützt teilweise sehr traumatisierte Kinder uns sorgt dafür, dass die Schulen richtig ausgestattet sind und alle Materialen für den Schulalltag besitzen. Zuletzt wird noch der Garden of Hope, ein Volunteer-House in Kathmandu. Dieses bietet freiwilligen Helfern die Möglichkeit, bei verschiedensten Projekten mitzuhelfen und diese zu unterstützen.

Mehr Infos zu unserer Hilforganisation Hilfe für Nepal findest du auf unserem Blog oder schau’ doch gerne mal auf Facebook vorbei!

 

Fairer Handel & Produktion

Neben den Schals, die wir von nepalesischen Kleinhändlern bekommen und die zu einem fairen Preis gehandelt werden, wird unsere komplette Taschenkollektion in Nepal von Hand gefertigt.

Uns ist es eine Herzensangelegenheit, die verschiedensten Händler und Betriebe in Nepal so unterstützen zu können und langfristig einen positiven Beitrag zur Förderung der nepalesischen Wirtschaft und den Menschen vor Ort zu leisten. Somit stellen der faire Handel und eine faire Produktion unserer Produkte ein Kernelement unserer Unternehmensphilosophie dar.

FAIR PRODUZIERT - WOMEN’S SKILLS DEVELOPMENT ORGANIZATION

Unsere komplette Taschenkollektion wird in Nepal von der "Women's Skills Development Organization" (WSDO) von Hand gefertigt. Die Frauen kümmern sich dort um das Färben, das Weben, das Zuschneiden, das Nähen und das Verpacken der Produkte. Ziel von WSDO ist es, die Frauen neben der Kinderbetreuung auszubilden und ihnen somit auch eine finanzielle Absicherung bieten zu können. Die Women's Skills Development Organization beschäftigt und unterstützt vor allem benachteiligte Frauen. Die Frauen, die bei WSDO eine sinnvolle und erfüllende Tätigkeit gefunden haben, sind teilweise geschieden, haben Gewalt erlebt, leben mit einer Behinderung oder wurden von ihren Familien verstoßen. Die Nichtregierungsorganisation möchte den Frauen aber nicht nur eine wirtschaftliche Grundlage bieten, sondern unterstützt und fördert sie auch durch regelmäßige Gesundheitschecks, Kinderbetreuung, Weiterbildungsprogramme und bezahlten Mutterschutz. Neben dem sozialen Aspekt ist es für die Women's Skills Development Organization besonders wichtig, nach ökologischen Standards zu arbeiten, indem vor allem lokale Rohstoffe zur Weiterverarbeitung verwendet werden und keine gesundheitsschädlichen Azofarbstoffe eingesetzt werden.

Fair Trade Kriterien

Die Organisation ist seit 2003 Mitglied der World Fair Trade Organization (WFTO) und hat gleichzeitig auch die Fair Trade Group (FTG) in Nepal mitgegründet. Die World Fair Trade Organization ist ein globales Netzwerk aus Organisationen, die eine faire und nachhaltige Lieferkette aufweisen können. Als Mitglied in der WFTO ist man Teil eines glaubwürdigen und vertrauenswürdigen Systems, welches den Organisationen und Firmen die Möglichkeit gibt, sich untereinander zu vernetzen und nach den zehn Fair Trade Prinzipien zu agieren. 

Die Fair Trade Group Nepal ist ein Zusammenschluss von Fair Trade Unternehmen aus Nepal. Die Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Sektoren, wie der Landwirtschaft oder der Handwerkskunst. Ziel der Fair Trade Group Nepal ist es, sich gegenseitig zu unterstützen, auf nationaler und internationaler Ebene seinen Geschäftsbereich im Fair Trade Bereich zu erweitern und noch mehr Interessenten in die Geschäftsmodelle miteinzubeziehen. Alle Mitglieder der FTG haben zudem Anspruch auf Schulungen und Trainings und Investitionskapital. Das Ziel, das die Fair Trade Group Nepal langfristig verfolgt, ist durch Fair Trade eine Verbesserung der Lebensqualität einkommensschwacher Menschen zu erreichen.

Webetechnik YAKMANDU

FAIR GEHANDELT – UNTERSTÜTZUNG DER KLEINHÄNDLER IN NEPAL

Bei YAKMANDU kannst du lange nach "MADE IN XXX” suchen, denn das gibt’s bei uns nicht.  Wir bekommen unsere Schals von Kleinhändlern, von denen wir wissen, dass diesen die Qualität ihrer Produkte sehr wichtig ist. Unsere Kleinhändler sind in Nepal ansässig und versorgen mit ihrem kleinen Betrieb ihre Familien. Um ihnen ein sicheres und kostendeckendes Einkommen zu bieten, bekommen die Kleinhändler einen fairen Preis für ihre Produkte und müssen so nicht von der Hand in den Mund leben. 

 

Fair gehandelt bedeutet bei uns auch, dir eine tolle Qualität zu liefern und Produkte anzubieten, die dich sehr lange begleiten. In der YAKMANDU-Philosophie ist der faire Handel ein zentraler Bestandteil und sichert ganz vielen Menschen in Nepal ein regelmäßiges und vor allem auch zuverlässiges Einkommen.  Wir bei YAKMANDU unterstützen somit nicht nur den fairen Handel, sondern haben es zu unserer Mission gemacht, ein Vorbild zu sein und stellvertretend für mehr Fairness in der Modeindustrie zu stehen.

 

 

 

WEBEN – EINES DER ÄLTESTEN HANDWERKE DER MENSCHHEIT

 Weben für YAKMANDU

Beim Weben entsteht eine Verkreuzung zweier Fadensysteme, die im rechten Winkel zueinanderstehen und so miteinander verflochten werden. Im Gegensatz zu anderen Techniken, wie dem Stricken, Klöppeln oder Häkeln, wo nur mit einem Faden gearbeitet wird, steht beim Weben eben die Verwendung zweier Fadensysteme im Vordergrund. Die Kettfäden, die im Webrahmen vorgespannt sind, bilden den Träger. In diesem werden dann nacheinander die sogenannten Schussfäden von einer Webkante zur anderen eingezogen. Durch den Webprozess entsteht dann ein Gewebe. Dieses kann sowohl ein Tuch, als auch Stoff sein. Aber auch andere Produkte, wie z.B. Teppiche können als Gewebe bezeichnet werden. Für die Gewebeherstellung benötigt man einen Webstuhl. Dieser hat sich im Laufe der Jahre immer mehr zu einem mechanischen Webstuhl weiterentwickelt. Auch wir bei YAKMANDU schätzen die Webkunst sehr und unterstützen dieses Handwerk. Alle unsere Taschen sind von uns entworfen und von einem Pionier im Bereich Fair-Trade, der Women's Skills Development Organization (WSDO), von Hand gefertigt. Diese Organisation wendet eine ganz spezielle Webtechnik an, die auf der Technik der Gurung, einem nepalesischen Volk tibetischer Abstammung, beruht. In einem speziellen Webrahmen wird vor allem Baumwolle und andere Wolle zu den verschiedensten Produkten verarbeitet

 

Materialkunde & Pflege

Es gibt allerlei Materialien, die sich hervorragend zum Stricken, Nähen und Weben anbieten. In unserem Sortiment findet ihr Schals und Ponchos, die vor allem Baumwolle, Kaschmir und die sehr robuste Yakwolle enthalten. Auch unsere handgewebten Taschen sind aus einem Baumwollstoff entstanden. Wenn du dich jetzt fragst, wie diese Fasern entstehen und welche Eigenschaften sie besitzen, gibt dir unsere Materialkunde genauer Auskunft!

 

BAUMWOLLE – DAS WEIßE GOLD

Die Baumwolle ist das bei uns am häufigsten verwendete Material. Die wohl bekannteste Naturfaser erfreut sich auch generell in der Modeindustrie großer Beliebtheit, indem es knapp die Hälfte des weltweiten Faserbedarfs deckt. Macherorts wird sie auch „weißes Gold“ genannt, da sie durch ihre Beschaffenheit sehr empfindlich auf ihre Umwelt reagiert und viel Pflege benötigt. Sie wird aus der Baumwollpflanze gewonnen und wird seit vielen tausenden von Jahren verwendet. Generell braucht eine Baumwollpflanzeungefähr sieben Monate, bis sie gepflückt werden kann. Dies geschieht oftmals noch von Hand, was jedoch in den größeren Anbaugebieten, wie den USA mittlerweile eher untypisch ist. Leider ist der Baumwollanbau heutzutage mit einigen Auswirkungen auf uns Menschen und der Umwelt verbunden. Durch die hohe Anfälligkeit der Baumwolle werden im konventionellen Anbau sehr viele Pestizide verwendet, was Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit, die Bodenversalzung und natürlich den Anbauarbeiter selbst hat. Der hinzukommende hohe Wasserbrauch belastet die Umwelt zusätzlich. Es ist jedoch ein Trend Richtung Bio-Baumwolle festzustellen, dem sich immer mehr Betriebe weltweit anschließen und so den Bedarf an nachhaltig produzierter Baumwolle decken.

Typische Baumwollstoffe sind zum Beispiel Feinripp, Samt, Cord, Biber, Frottier oder auch Denim. Generell ist Baumwolle einfach super robust und unkompliziert. Je nach Webart kann Baumwolle bei 40 °C, 60 °C oder sogar 95 °C gewaschen werden. Sowohl unsere YAKMANDU XXL-Schals, als auch unsere Kaschmir-Schals enthalten einen bestimmten Anteil an Baumwolle. 

 

KASCHMIR – DAS ALLROUNDTALT

 

Die Kaschmirwolle ist eine sehr weiche, feine Naturfaser, die uns die schlappohrige Kaschmirziege bietet. Sie kratz nicht und ist daher für Menschen mit hoher Empfindlichkeit ideal. Außerdem dämmt sie Wärme sehr gut und hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit abzuweisen. Kaschmir nimmt zudem kaum Gerüche auf und hat sehr robuste und reisfeste Fasern. Was die Kaschmirwolle so zart und geschmeidig macht? Die einzigartig weiche und daher auch so angenehme Wolle besteht aus dem Bauchfell der Kaschmirziegen. Jede Ziege liefert nur ungefähr 100 bis 150g Wolle im Jahr, wovon nur 30 bis 50g Material zur Weiterverarbeitung dienen. Die Unterwolle wird ausgezupft oder ausgekämmt, von Schmutzpartikeln befreit und dann von Hand von Oberhaaren gereinigt. 

 

Gerade diese Hochwertigkeit macht unsere Kaschmir-Schals zu einem langlebigen Produkt, das euch sehr lange Freude bereiten wird und auch ideal im Sommer getragen werden kann. Wenn du deinen Kaschmirschal waschen möchtest, raten wir dir zu einem Woll- oder Feinwaschgang bei maximal 30 °C. Deinen Kaschmirschal solltest du zudem nicht hängend, sondern liegend aufbewahren.

 

POLYESTER

 Polyester ist eine reine Synthetikfaser, deren Ursprung ebenfalls im Erdöl liegt. Die Faser wurde in den 1930er Jahren von US-Forscher als Alternative zu Seide entwickelt. Es nimmt kaum Feuchtigkeit auf, ist jedoch reiß- und scheuerfest und mittlerweile die am häufigsten verwendete Kunstfaser in der Textilindustrie. Dort wird Polyester oft auch mit Naturfasern, wie der Baumwolle oder Wolle gemischt. Außerdem ist es äußerst knitterfest und trocknet schnell.

 Polyester-Gewebe können bei maximal 40 °C mit einem Feinwaschmittel bei hohem Wasserstand gewaschen werden. Beim Trocken im Trockner solltest du allerdings vorsichtig sein und das Bügeleisen eher meiden.

 

ELASTHAN

 Elasthan ist eine stark elastische synthetische Faser und ist vor allem in Textilien zu finden, die bequem und dehnbar sein sollen. Dadurch weist das Material auch eine hohe Elastizität auf und ist sehr formfest. Elasthan wird in den meisten Fällen mit anderen Fasertypen zusammen verwendet und ist vor allem in Sportbekleidung, Unterwäsche und Socken vorhanden.

Auch hier gilt: Waschen bei maximal 40 °C mit einem Feinwaschmittel. Der Trockner sollte eher gemieden werden und bügeln ist eher selten notwendig.

 

Unser Glossar - alle Wörter im Überblick

 

B

BEHIND TEH SCENE – englisch für "Hinter den Kulissen"

 

BIO-BAUMWOLLE – beim Anbau werden keine Pestizide genutzt und es wir möglichst wenig Wasser verwendet, um die Umwelt zu schonen

 

BOHO – Boheme, bohemian - ein Stil der in den späten 60ern als "Hippie-Look" Premiere feierte, aber weniger bunte, sondern eher natürliche Farben betont und mit typischen Accessoires wie Schmuck mit Türkis bekannt geworden ist 

 

C

CHOKER – sehr eng am Hals anliegende Kette, die in den 90er Jahren erstmals in Mode kam und aktuell wieder Trend ist. Ursprünglich ein Modestück aus der BDSM-Szene um Unterwerfung zu signalisieren, mittlerweile ein weltweiter Trend ohne versteckte Bedeutung

 

D

DHAKA TOPI – eine aus dem Stoff “Dhaka” gefertigte Kopfbedeckung, die traditionell von nepalesischen Männern getragen wird. Da es kulturell nicht mehr zum täglichen Tragen der Tracht kommt, symbolisiert meist die Kopfbedeckung die traditionelle Verbundenheit des Trägers mit seinem Land und dessen Geschichte in Nepal.

 

E

EYE-CATCHER – englisch: Der Schal der ins Auge sticht

 

ETHNO-SCHAL – Ein Schal mit traditionellen Mustern und Schnitten aus Afrika, Indien oder China sowie bei YAKMANDU vorzugsweise aus dem Southwestern-Indianerstämmen Nordamerikas

 

F

FAIR TRADE – Fairer Handel, kontrollierter Handel, der den Produzenten ein faires Auskommen ermöglicht

 

FLAGSHIP-STORE – der “Vorzeigeladen” eines Unternehmens, zumeist in einer Großstadt als Repräsentanz der Marke

 

G

GARDEN OF HOPE – das Freiwilingenhaus in Nepal, gegründet von unserer Gründerin Ann-Carolin Helmreich und Freunden

 

GEOMETRIE MUSTER – Gradlinige Muster wie Rechtecke, Dreiecke oder Rauten

 

H

HILFE FÜR NEPAL – eine Hilfsorganisation gegründet von Ann-Carolin und Krishna nach dem schweren Erdbeben in Nepal. Die Organisation hilft beim Wiederaufbau des Landes

 

I

INLAY – engl. Einlage

 

INTERIOR - engl. Innere / gemeint ist meist Inneneinrichtung

 

K

KARMASAMMLER – ein Sublable von YAKMANDU, gegründet 2013 von Maria Accascio & Ann-Carolin Helmreich, 2014 in den Besitz von YAKMANDU übergegangen und aufgekauft worden.

N

NEPALI-PAPIER - Das handgeschöpfte Papier aus Nepal basiert heute noch auf einer Jahrtausendealten Kunsthandwerk-Tradition, das aus der Rinde des Daphne Cannabina (Lokta) hergestellt wird. Nepalesen nennen diese Pflanze auch liebevoll Papierbaum. Im Land der Mönche und Sherpas wurde dieses Papier schon auf 2000 - 3000 Metern über dem Meeresspiegel für die Aufzeichnung buddhistischer Lehren geschöpft.

 

O

OVERSIZE SCHAL – Der Schal in Übergröße

 

P

PAISLEY-MUSTER - Das traditionelle florale Muster kommt ursprünglich aus Persien und fand seine Verbreitung zunächst vor allem in Indien, bis es weltweit auf Eroberungszug ging.

 

PONCHO – Ein Mantel/Cape ohne Ärmel

S

SHOWROOM – ein Raum in dem Produkte ausgestellt werden

 

SOCIAL BUSINESS – Unternehmen in diesem Bereich sind nicht rein Kapitalorientiert sondern befassen sich auch mit soziale oder ökologische Probleme

 

SOUTHWESTERNPRINT - Der Southwestern Schal ist mit seinem aus geometrischen Formen kombiniertem Design wird oft auch als Boho-Muster oder Vektorenmuster bezeichnet, aber seinen Ursprung findet dieses Muster im Südwesten Amerikas, bei den verschiedenen Indianerstämmen.

 

STATEMENTKETTE – Eine Kette die auffällt durch ihre Größe und Ausarbeitung, wird zumeist zu schlichter Kleidung kombiniert

W

WSDO - Die Women's Skills Developement Organization, kurz WSDO, bietet körperlich, wirtschaftlich, oder familär benachteiligten Frauen die Möglichkeit eine Anstellung zu finden, um sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können.

 

X

XXL SCHAL - Der Schal in Übergröße